14.622 Unterschriften für eine LSBTIQ*-Vertretung im BR-Rundfunkrat und im Medienrat


Unterschriften-Übergabe im Bayerischen Landtag

München. 11. Februar 2022. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Bayern und die Queer Media Society (QMS) haben gestern 14.622 Unterschriften der Petition „Queer und sichtbar in den Medien – LSBTIQ* in die bayerischen Rundfunk- und Medienräte“ an die Fraktionen Bündnis 90 / Die Grünen, SPD und FDP im Bayerischen Landtag übergeben. Die Initiator*innen der Petition fordern gemeinsam jeweils eine Vertretung für LSBTIQ* im Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks (BR) und im Medienrat der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM).

Dazu erklärt Markus Apel aus dem Landesvorstand des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD) Bayern: „Mit unserer Petition wollen wir dazu beitragen, endlich eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe und demokratische Teilhabe zu ermöglichen. Wir wollen, dass im Rundfunk- und Medienrat endlich mit LSBTIQ*, statt nur über sie gesprochen wird. Unsere vielfältige Gesellschaft muss sich in den bayerischen Medien widerspiegeln. Nicht als Klischee, nicht als Problem, sondern als komplexe Realität. Mehr Sichtbarkeit trägt schließlich zur Anerkennung bei“.

„Es kommt nicht nur darauf an, DASS wir als LSBTIQ* gesehen werden, sondern auch WIE wir dargestellt werden und WER unsere Geschichten erzählt und umsetzt. Das gilt übrigens für alle Gruppen des Vielfaltsspektrums. Deshalb ist es von enormer Bedeutung, dass LSBTIQ* auch in den Entscheidungsebenen mitreden können“, erklärt Kai S. Pieck, Initiator der Queer Media Society (QMS).

Bereits 2014 hatte das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass die Zusammensetzung der Aufsichtsgremien der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten die gesellschaftliche Vielfalt widerspiegeln sollen. Seitdem wurde mit der Berufung von LSBTIQ*-Vertretungen beim ZDF, beim Deutschlandradio, beim Saarländischen Rundfunk, bei Radio-Bremen und zuletzt im MDR-Rundfunkrat LSBTIQ* Teilhabe in den Aufsichtsgremien eröffnet.

Auch in den Landesmedienanstalten von Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland haben LSBTIQ* mittlerweile Sitz und Stimme. Dennoch blieben in Bayern LSBTIQ*, als relevante gesellschaftliche Gruppe, bis heute von der Mitarbeit ausgeschlossen.

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