Auftritt von Bounty Killer in Berlin abgesagt – in Regensburg noch geplant


Der geplante Auftritt des Jamaikaners Bounty Killer (bürgerlich Rodney Price), der in seinen Liedern zu Gewalt an Schwulen aufruft, wurde in Berlin abgesagt. Der Betreiber des Veranstaltungsortes (Festsaal Kreuzberg) hat seine Zusage zurückgezogen. In Regensburg, wo Bounty Killer am 11. Mai im Mischwerk auftreten soll, hält der Veranstalter trotz Protest mehrerer Organisationen (darunter vom LSVD Bayern) an seinen Plänen fest. Bounty Killer hat die „Reggae Compassionate Act“ – eine Selbstverpflichtung von Künstlern, keine sexistischen und homophoben Inhalte zu verbreiten – bis heute nicht unterschrieben. Auch wenn der Sänger und sein Manager sich immer wieder auf die Redefreiheit berufen: Es gibt in Deutschland keine Redefreiheit für Aufrufe zu Mord und Gewalt.

Der LSVD Bundesverband hat das ausländische Amt aufgefordert, Bounty Killer die Einreise nach Deutschland zu verweigern.