Herzlich Willkommen auf den Seiten des LSVD Bayern!

 

Die Belange von LSBTI-Menschen zu vertreten und sich für gleiche Rechte einzusetzen ist eine weltweite Aufgabe. Wie in vielen anderen Gebieten gilt aber auch hier: Global denken, lokal handeln.

Hier kannst du dich über die Arbeit des LSVD und LSBTI-Themen mehr erfahren. Wir laden alle ein, mit uns die nächsten Aufgaben anzupacken.


Aktuelles

Geschützte Unterbringung von LSBTI*-Geflüchteten in München
LSVD Bayern begrüßt die Entscheidung des Stadtrates

(19.01.2017) Anlässlich der heutigen Entscheidung im Sozialausschuss des Münchener Stadtrates, dezentrale Unterkünfte für lesbische, schwule, bisexuelle, trans* und intergeschlechtliche (LSBTI*) Asylsuchende einzurichten, erklärt Hannah Lea, Sprecherin des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Bayern:

Als LSVD Bayern begrüßen wir ausdrücklich die Entscheidung des Stadtrates und freuen uns, dass es jetzt, nach Nürnberg, auch in München auf kommunaler Ebene 18 dezentrale Unterkunftsplätze für LSBTI* Asylsuchende geben wird, die in anderen Einrichtungen Gewalt, Bedrohung und Ausgrenzung erfahren haben. Wir möchten den Stadtrat und den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt darin bestärken, die vorgesehene Stelle im Bereich der Sozialarbeit und auch die Plätze in den Wohnungen zügig an die realen Bedürfnisse anzupassen.

Wie notwendig diese Unterkünfte sind, zeigen die Meldungen über Gewalt gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans*- und intergeschlechtliche Asylsuchende in Gemeinschaftsunterkünften. Konservative und homophobe Einstellungen sind auch unter ihren Mitbewohner*innen verbreitet. Die mangelnde Privatsphäre führt zu einer verstärkten Angst vor Entdeckung, etwa weil private Gespräche kaum möglich sind, das persönliche Eigentum nicht geschützt werden kann.
Darüber hinaus ist das gesellschaftliche Klima in Deutschland gespalten. Neben weiterhin großer Hilfsbereitschaft artikuliert sich oft offener Hass und es gibt ein erschreckendes Ausmaß rassistischer Angriffe auf Flüchtlingseinrichtungen und Geflüchtete. Die Zahl rassistischer Attacken gegen Flüchtlingseinrichtungen ging auch 2016 nicht zurück. Im vergangenen Jahr zählte das BKA bis November bereits 850 rassistische Attacken gegen Unterkünfte.

Als LSVD setzen wir uns dafür ein, dass alle Flüchtlingsunterkünfte in Bayern sichere Orte für heterosexuelle und nicht-heterosexuelle Menschen sind. Behörden und Träger müssen alle Anstrengungen unternehmen, damit Asylsuchende keine Gewalt erfahren, weder außer- noch innerhalb der Unterkünfte. Wir benötigen hier dringend flächendeckende Gewaltschutzkonzepte, die ebenso LSBTI* und andere besonders schutzbedürftige Personengruppen berücksichtigen. Die Einrichtung von Schutzräumen ist ein erster wichtiger Schritt hin zum Gewaltschutz. Die dezentrale Unterbringung unterstützt darüber hinaus Integration und Betreuung der Menschen. In Bayern sollten jetzt auch andere Kommunen, besonders im ländlichen Bereich, dem Beispiel von Nürnberg und München folgen und entsprechende Schutzräume einrichten.

Wir freuen uns auch, dass die Stadt München zukünftig auch Schutzräume für LSBTI* im Wohnungslosensystem prüfen lassen möchte und entsprechende Konzepte erarbeitet.

Hintergrund
Gleichberechtigung von Menschen unterschiedlichen Geschlechts bzw. verschiedener sexueller Identität“ – Broschüre in zehn Sprachen
Broschüre „Handreichung für die Betreuung und Unterstützung von LSBTTI*-Flüchtlingen“
LSVD-Ratgeber „Asylrecht für Lesben und Schwule“

 

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